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Geschichte von Gut Roggenstein




    In der Nähe der Kapelle wurden einige römische Körpergräber aufgefunden. Am Hang zwischen dem Burgstall und dem Gut fanden sich zudem einige römische Keramikscherben.

    Der Ursprung der mittelalterlichen Burganlage ist unklar. In den zeitgenössischen Schriftquellen erscheint keine edelfreie oder Dienstmannenfamilie mit dem Beinamen "von Roggenstein". Ebenso unsicher ist, ob die Anlage ursprünglich als welfische Ministerialburg oder Grenzbefestigung der Wittelsbacher bzw. der Grafen von Dachau anzusehen ist.

    1317 werden Engelmar der Chuchenmaister (Küchenmeister) und seine Frau Agnes von Gegenpoint als Besitzer der Veste genannt. Agnes hatte die Burg wohl als Heiratsgut mit in die Ehe gebracht. Der Gegenpoint liegt nur etwa drei Kilometer westlich auf der Amperleite.

    1347 gehörte der "Ruckenstain" den Eisenhofern. 1361 verkaufte Rudolf Preysinger von Wolnzach die Burg an Heinrich Küchenmeister von lochhausen. Dessen Witwe Katharina veräußerte den Besitz mit dem zugehörigen Meierhof schließlich 1371 an das Kloster Füürstenfeld. Zu dieser zeit war die Burg offenbar bereits verlassen und wird als "Burgstatll" bezeichnet. Das Kloster wollte durch den Ankauf wohl einen Wiederaufbau der Burg verhindern. Aus diesem Grund hatte man auch die Nachbarburgstellen Gegnpoint und Eisenberg erworben.

    Um 1400 entstand die erhaltene Kapelle St. Georg auf dem kleinen Plateau zwischen der Burg und dem Gutshof. Ob hier ein direkter Zusammenhang mit der ehemaligen Burgkapelle besteht, ist unklar. Der Titelheilige St. Georg war der Patron zahlreicher Burgkapellen. Auch die günstige Lage zwischen Burg und Maierhof spricht für die Annahme, hier bereits den Standort der ursprünglichen Kapelle zu lokalisieren.

    Der alte Maierhof unter der Burg blieb bis zur Säkularisation (1803) im Besitz des Klosters. Nach dem Übergang in den Staatsbesitz wurde das Gelände zusammen mit dem ursprünglichen Klosterbesitz an den nordböhmischen Fabrikanten Ignaz Leitenberger verkauft. Der Kaufpreis betrug 130 000 Gulden. Nur 13 Jahre später erfolgte der Rückkauf. Leitenberger erhielt 240 000 Gulden für die Abtretung der Eigentumsrechte.

    Heute dient es als staatliches Versuchsgut von Weihenstephan.
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